#freitagsklatsch

Auf dem Dorf zu leben birgt schon eine gewisse Einbuße der Lebensqualität. Während es in Städten wie Berlin um diese Uhrzeit – wir haben gerade Donnerstagabend, halb 7 – ruhig wird, erwacht ein Ort wie dieser erst zu Leben.

Menschen, die den ganzen Tag Zuhause sitzen, beginnen abends den Rasen zu mähen. Die Rüddelplatte wird angeworfen, um die letzte Stunde Tageslicht auszunutzen. Denn Urlaub ist eher zum Eier kraulen gedacht. Tagsüber ist es wie ausgestorben – wenn man von dem umher rasenden Lieferverkehr in der 30er Zone absieht.

In Städten gibt es ebenso wie in den ländlichen Gemeinden Satzungen und Verordnungen, die unterschiedliche Arten des Lärmes zu Tageszeiten zulassen, die für die allgemeine Bevölkerung zumutbar ist. In Städten wird sich daran gehalten. Vermieter beauftragen Firmen oder haben eine eigene Abteilung, die sich um Bauarbeiten und die Pflege der Häuser und Außenanlagen kümmern. Dementsprechend kann dieser Lärm tatsächlich zu Tageszeiten ausgeführt werden, die dazu einladen einen Spaziergang zu Unternehmen, den Spielplatz unsicher zu machen oder den Kopf beim Shoppen zu verlieren.

Die Dörflis können ja nur abends. Immerhin ist dieser Scheiß ihr Privatvergnügen, mit dem sie nach Minimum 8 Stunden Arbeit kein Geld mehr verdienen. Und natürlich argumentiert man für gewöhnlich, dass das ja jeder so macht und deshalb nicht schlimm sei. Joa, wisst ihr, gibt ja auch Leute, die ihre Kinder schlagen – ich zeige auch nicht mit dem Finger nach Kobrow 🤗 – also darf ich auch mal eins schlagen, wenn es an mir vorbei läuft, weil andere das ja auch so machen? Wusstet ihr, dass man das Straftat nennt? Willkür. Tja, früher war alles anders. Da lief das auf dem Dorf reibungslos. Jedenfalls in meiner Heimat. 😘 Ich sach nur: Augen auf bei der Heimwahl. Und damit gebe ich ab an die fleißigen Eigenheimbesitzer. Ciao!

Ne, also, eigentlich wollte ich etwas anderes tippen. Aber neben 5 Mal Treppe hochlaufen geht auch so ein Abend nicht an mir vorbei und mein Arschlochlevel steigt, während mein Stinkefinger Feenstaub verteilt, um mich unzugänglich für andererman Befindlichkeiten zu machen.

Einmal eine lächerliche Diskussion am Rande: klar. Kinder gehören ins Bett und nicht auf den roten Teppich. Schon gar nicht im jungen Alter von zwei Monaten. ABER: Mensch, ein Baby schläft an Muddern‘ s Titt nun einmal am besten. Und es gibt nichts Natürlicheres als es nah am Körper zu tragen und jederzeit Stillen zu können. Niemals nie kann ein Babysitter oder die Schwiegermutter, die heimlich dem Baby ein Stück Schokolade füttert, damit sie es abhängig von der ach so unabdingbaren Omimi machen kann, einer Mutter, die ihr Baby in einer Trage oder dem Tuch trägt, wo der Steg zwischen den Beinen von Kniekehle zu Kniekehle reicht und es geborgen an der Brust schlafen kann, das Wasser reichen.

Mein eigentliches Thema verschiebe ich somit auf nächste Woche, denn mein Bett ruft nach mir. Mein Tag ist immerhin bereits älter als 15 Stunden. Ich erinnere hiermit auch noch einmal an den Hashtag #starkemütter. Ohne eine mutige Frau da draußen bleibt der Blog Sonntag leer.

#entschuldigenSieesmiefthiernachhühnerscheiße #könntenSiesichbittediemuttermilchausdemgesichtwischen #wartenSieichhabehierextraweichestoilettenpapierfürSie #momentichzahleIhnenauchnochdenJahresurlaubweilSiezufaulzumarbeitensind #machenSiebittediewandzuichkannSiefurzenhören

2 Kommentare zu „#freitagsklatsch

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    1. Liebe Mama2,
      Jeder hat die Möglichkeit diese ’sinnlosen Beiträge‘ zu überspringen.
      Jeder kann selbst entscheiden, welche Aneinanderreihung von Wörtern er oder sie im Netz hinterlässt. Und die jeweiligen Gründe dafür hat auch nur die entsprechende Person.
      Wer nichts vom Bloggen versteht – also das Drumherum – kann sich entweder damit auseinander setzen oder eben ein Loch im Garten buddeln gehen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Christina

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