#starkemütter

Es ist soweit. Somit geht der erste Gastbeitrag zum Hastag #starkemütter online. Leider ist dies auch die einzige E-Mail, die mich erreicht hat. Klar, kaum Reichweite ist ein schwieriger Faktor. Trotzdem würde ich mich sehr darüber freuen, wenn mehr Mütter ihre Worte anderen mit auf den Weg geben.

Deshalb könnt ihr nach wie vor euren Gastbeitrag an pormerino@gmail.com senden.

Und nun lest den Beitrag von facile et beau – Gusta. Text und Bild nachfolgend sind ihr Eigentum.


Starke Mütter – das sind wir alle – alle, die ein Kind groß ziehen müssen. Stark sein – für sich und das Kind und die Widrigkeiten, die einem das Schicksal ungefragt ins Gesicht donnert.

Ich bin ein sehr positiver, fast unbeschwerter, Mensch. Doch manchmal schwingt das Schicksal so eine Keule, dass ich entweder hysterisch zu lachen beginne oder total depressiv werde.

Nicht genug, dass man mit der Kindererziehung an seine Grenzen und Belastungsgrenzen kommt. Oft macht einem das „drum herum“ noch mehr zu schaffen.

So wie bei mir.

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Meine Tochter (fast 18) ist ein Goldschatz. Zwar ein Komplizierter (für mich), aber immerhin. Sie ist unheimlich sensibel und dadurch auch schwer zu verstehen. Ich erinnere mich, etwas von „Blauen Kindern“, sogenannten „Indigo-Kinder“ gelesen zu haben, die eben auch diese Eigenheiten hatten.

Meine Tochter fällt da eindeutig darunter. Es ist für mich kein Fluch sondern eher ein Segen.

Ich glaube jetzt nicht diesen ganzen Esoterik-Kram mit „Überentwickelter Lebensform“ etc. , aber sie hat definitiv die vielen Eigenschaften wie z.b. hohen Selbstwertgefühl und dem Wissen um seine Erhabenheit auf die Welt, akzeptiere keine (künstlichen) Autoritäten und reagiere nicht auf Disziplinierungsversuche, verweigere ihm unverständlich oder sinnlos erscheinende Handlungen, zeige Frustrationen gegenüber ritualisierten Systemen, gelte als Querdenker, habe Schulschwierigkeiten, werde von anderen als dissozial wahrgenommen und habe einen hohen Intelligenzquotienten. Auch sei es hypersensibel gegenüber chemischen Stoffen…

Wie es sich damit lebt? Eigentlich ganz normal. Denn ich kenne es nicht anders. Es ist normal mit einem sehr sensiblen Menschen aufzuwachsen, wenn auch meistens sehr anstrengend (was die Erhabenheit und die Verweigerung betrifft). Doch ich habe einen ganz guten Weg gefunden, um mit ihr klar zu kommen.

Zugegeben – es hört sich jetzt (und ist) leichter an als es von Anfang an war.

Im Kindergarten und der Grundschule gab es immer wieder „Probleme“ mit den Erzieherinnen, da sie manchmal wirklich nicht einsah warum sie etwas machen sollte. Von klein auf war sie sehr verständig und wenn ich ihr etwas erklärt habe, dann machte es für sie auch Sinn und gut war’s. Doch meist hatten diese Personen weder den Nerv noch die Zeit etwas zu erklären. Schade eigentlich.

Im Gymnasium sind die Lehrer einfach ein anderes Kaliber. Hier gab es noch nie Schwierigkeiten. Eben, weil ihr Handlungen oder Vorschriften erklärt werden.  Auch unser Kinderarzt war mir eine große Hilfe und kommt wunderbar mit ihr klar.

Zwar hat sie immer noch so ihre Schwierigkeiten Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, aber es wird langsam immer besser.

Um ihr da ein wenig zu „Helfen“, habe ich sie immer dazu ermuntert Schulfreunde einzuladen.

Leider mag sie seit 1,5 Jahren nur noch selten Freunde einladen, da mein Mann nach seinem Schlaganfall recht sonderbar ist.

Er hält sich aus der Kindererziehung etc. heraus, ist kaum ansprechbar bzw. man kann sich meist nicht vernünftig mit ihm unterhalten. Oft erschreckt er aus den nichtigsten Gründen – das Zusammenleben gestaltet sich als immer schwieriger. Aber das kann ich dir wann anders genauer erzählen.

Hier wären wir bei der erwähnten Bratpfanne 😉

Obendrein macht mir meine Mutter (86, Dement) auch noch zu schaffen. Irgendwie fühle ich mich als könnte ich mich manchmal dreiteilen.

Ich wünschte mir, dass gerade in dieser schwierigen Phase der Pubertät mehr „Rückhalt“, „Ermunterung“ und ein „Normales Leben“ möglich gewesen wäre… zumindest ein normales Familienleben *seufz*.

Doch wenn meine Tochter und ich zusammen Urlauben, Spazieren gehen oder sonst etwas unternehmen, dann „taut“ sie richtig auf – ja…. dann weiß ich, ich hab es nicht versaut 🙂 sie ist auf dem richtigen Weg. Wenigstens eine Sorge weniger 🙂

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