#freitagsklatsch

Schon wieder ist eine dieser Wochen von Wochen um. Und das Einzige, was ich feststellen musste – eigentlich hätte ich es mir aussuchen können, andere Beteiligte auch: habe ich einen Termin, dann muss ich vorher nicht Alkohol in mich hinein kippen. Das hinterlässt einen denkbar schlechten Eindruck und verschärft die Fronten.

Dieser perverse Geruch, den handwerklich arbeitende Männer meist an sich haben, gemischt mit Alkohol – mir könnte nach meinen früheren Exzessen nicht übler werden – ist so abstoßend und erschreckend. Ich frage mich dann immer, was dahinter steckt, dass ein Mensch vor einem Termin erst einmal einen Alkoholpegel haben muss. Und gleichzeitig schiebe ich diese aufbrausende Art dem Alkoholismus zu. So lässt sich jedenfalls niemals friedlich eine Lösung finden. Insbesondere dann, wenn man wie ein Auto gucken muss, weil man diese zusammenhangslosen, ausgesprochenen Gedanken in keinster Weise nachvollziehen kann. Dann bleibt nur noch ein verständnisloses Kopfschütteln über und der Gang zum Gericht.

Mir ist übrigens noch etwas aufgefallen. Erstaunlich viele Männer kriegen mit dem Alter so einen Ranzen, den sie vor sich her tragen. Ich meine nicht schwabbelnden Speck, sondern diese feste, dicke Murmel, die frau gut mit einen Babybauch verwechseln könnte.

Wusstet ihr, dass das ein Anzeichen dafür ist, dass bereits die inneren Organe verfetten? Ich hoffe, dass ich mich richtig an diesen Fakt erinnere. Jedenfalls finde ich die Vorstellung schon ziemlich ekelig. Man futtert sich quasi den eigenen Tod an.

Hey, aber ich bin da nicht weniger widerlich. Jedenfalls menschlich. Denn ich wage es tatsächlich diese Dinge für alle lesbar aufzuschreiben. Ich halte euch den Spiegel vor das Gesicht. Ich tu euch weh, weil niemand anderes die Wahrheit auf den Tisch packt.

So ist das aber nun einmal, wenn man immer und immer wieder an alten Dingen festhält, nicht von seinen Mustern abweicht und seinen Horizont nicht erweitern möchte. Das war schon immer so. Ich habe das schon immer so gemacht. Es war nie anders. 

Irgendwann ist immer das erste Mal.

Und es muss nicht weh tun. Wenn man versteht, dass Loslassen auch etwas Befreiendes sein kann. Dann kann man so viel mehr erreichen. Aber die meisten stehen sich einfach selbst im Weg. Da wundert es mich tatsächlich nicht, dass so viele Freundschaften und Ehen den Bach herunter gehen, Familien zerbrechen, Kinder leiden und Erwachsene irgendwann nur noch gebrochen sind.

Du hast dein Glück selbst in der Hand. Schiebe nicht andere vor. Sei ehrlich zu dir selbst. Gestehe dir Probleme und Fehler, Macken und Makel ein. Komm auf den Punkt Null zurück.

Und fange neu an.

Der Weg kann blumiger, frischer, bunter und fröhlicher sein. Dein Gepäck wird leichter. Der Inhalt sinnvoller.

Der Weg des Erkennens ist nicht einfach. Und noch weniger einfach wird es, wenn ahnungslose Menschen glauben, dass sie die allerbesten und tollsten Ratschläge geben und meinen, dies sei der einzig richtige Weg. Vielleicht sollte man dann an mancher Stelle lernen einfach einmal den Mund zu halten. Oder sich beide Seiten anzuhören. Aber das ist wieder dieses gesellschaftliche Dinge: man muss sich einfach dazwischen drängen und noch mehr zerstören. Weil man seine Ahnungslosigkeit galant verstecken möchte. Weil man an dem Glauben festhält, dass man etwas Gutes tut, obwohl man doch nie wirklich da ist. Viel zu sehr mit dem eigenen Leben beschäftigt.

Wenn man übrigens ständig diese Haltung: Das geht nicht. Das kann man nicht umsetzen. Wie stellt er/sie sich das denn vor? Aber so ist das nun einmal. – an den Tag legt, dann wird es nie anders werden. Dann wird man sich von alten Mustern nicht lösen können. Dann wird man ewig der Diktator seiner Kinder sein und ihre kleinen Seelen zerstören. Dann wird man niemals einen anderen Weg einschlagen können, Menschen und ihre Grenzen respektieren lernen. Das gilt übrigens auch für die sinnlosen Ratschläge Dritter.

Vielleicht sollte man dann einfach bei sich bleiben und nicht zu sehr über den Tellerrand schauen, um andere mit in den Sumpf zu ziehen. Dies ist ein gut gemeinter Ratschlag meinerseits.

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