Von Bergwerk und Gartenarbeit

Ich weiß gar nicht von wem dieses Sprichwort stammt. Allerdings kann ich bestätigen, dass das nicht in jedem Fall stimmt.

Wie das immer so ist – die Sonne kommt heraus, die Tage werden länger, die Blumen zeigen sich in ihrer vollen Pracht – und schon beginnt bei uns Erwachsenen die Arbeit. Natürlich muss alles hübsch und ordentlich im Auge des Betrachters sein. Der Rasen akribisch kurz geschnitten – wie beim Militär die Haare. Den Blümchen muss genug Platz gemacht werden, also wird das Unkraut gejätet. Die Hecken, die uns vor neugierigen Blicken schützen sollen, müssen natürlich auch ihre typisch deutsche Form behalten. Und schon verstreichen Stunden ins Land, die wir neben der eigentlichen Arbeit natürlich auch mit dieser Arbeit verschwenden.

So geht es mir auch oft genug. Sitze ich doch hier, um für Fünf Minuten meine Gedanken von Windeln und Babynahrung, Lego Duplo und Haushalt auf angenehmere Dinge zu lenken und schon schimpfe ich, weil es eben nicht einmal läppische Fünf Minuten des Tages sein dürfen.

Und dennoch gelingt es mir ab und an irgendein in Schubladen verschollenes Projekt rauszukramen und mir die Zeit dafür zu nehmen. Ich finde ja, dass jeder eine Badewanne im Vorgarten haben sollte. Haben wir ja schließlich auch. Ich weiß gar nicht mehr so richtig wie wir auf diese witzige Idee kamen. Jedenfalls wollte ich das schön herrichten mit altem Wasserhahn, gebettet in riesigem Steinhaufen, der mit schönem Steinkraut verziert ist. Aber es kam immer etwas dazwischen. So verstrichen bestimmt gut zwei Jahre mit Wanne im Vorgarten, die so lieblos dahingeklatscht aussah.

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Nun habe ich mir etwas anderes überlegt und schleiche schon seit Jahresanfang um diese Wanne, damit meine Vorstellungen dazu wenigstens ansatzweise umgesetzt werden können. Teilweise fehlt es natürlich an Maschinenkraft – also umplanen – und natürlich Zeit. Oder Verständnis der Mausi. Und jetzt ist mir doch tatsächlich Arbeitsmaterial ausgegangen.

Was soll denn diese Schandtat nun schon wieder werden? Ganz einfach: Thorgalf’s Arbeitsplatz. Unser Zwerg – wie man sich aus vorherigen Beiträgen erinnert – arbeitet schließlich nachts im Bergwerk. So habe ich mir überlegt, dass ich die Wanne mit Steinen bekleben. Dazu verwende ich Silikon. Ich habe einen Steinhaufen aufgestapelt – mit mühsam herangeschleppten Feldsteinen. Das wird der Ausgangspunkt des Bergwerkes. Und diese lieblos, gegen Wegwehen gesicherte Waschmittelflasche soll das Highlight werden. Ich hoffe doch sehr, dass es wenigstens ansatzweise meine Vorstellungen trifft.

Ich bin gespannt, ob der Räubi das dann genauso geheimnisvoll findet wie ich es mir wünsche. Erstmalig habe ich ähnliches in Nachterstedt gesehen und war total begeistert. Als Kind hätte ich wohl Stunden damit zubringen können mir so etwas anzusehen.

 

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